Legionellenprüfung

Fragen und Antworten zur Legionellenprüfung:

Was sind Legionellen?

Legionellen sind stäbchenförmige Bakterien, die vor allem in stehendem, warmem Wasser (25 °C bis 50 °C) leben und erst bei Temperaturen von über 60°C absterben. Warmwasserspeicher und wenig durchflossene Wasserleitungen können Legionellen ideale Vermehrungsbedingungen bieten.

Worin besteht die gesundheitliche Gefährdung?

Gefährlich werden die Legionellen, wenn man sie über fein versprühtes Wasser (Aerosole) inhaliert – zum Beispiel beim Duschen bzw. bei Verwendung von Whirlpools, Inhalationsgeräten und Mundduschen, sowie insbesondere beim Einsatz von Klimaanlagen. Über den feinen Wassernebel gelangen die Bakterien in die Lungen und können dort schwerwiegende Infektionen wie das Pontiac-Fieber oder die Legionärskrankheit auslösen.

Allein in Deutschland erkranken nach Angaben einer Studie des Robert-Koch-Instituts jährlich 30.000 Menschen an Legionellen-Infektionen, in 15 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Besonders betroffen sind alte, kranke und immunschwache Menschen sowie Kleinkinder.

Was ist eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung?

Eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung ist ein Warmwasserspeicher mit mehr als 400 Litern Inhalt oder Warmwasserleitungen mit mehr als drei Litern Inhalt zwischen dem Trinkwassererwärmer und der Entnahmestelle.

Ein- und Zweifamilienhäuser und dezentrale Durchlauferhitzer mit weniger als drei Litern Leitungsinhalt bis zum Wasserhahn gehören zu den Kleinanlagen. Wir empfehlen Ihnen jedoch, grundsätzlich alle Anlagen überprüfen zu lassen.

Wer darf die Legionellenanalyse durchführen?

Die Untersuchung darf nur von akkreditierten Probennehmern durchgeführt werden.

Wo und wie müssen die Proben entnommen werden?

Es muss mindestens eine Probe am Ausgang des Warmwasserspeichers, am Rücklauf des Warmwasserspeichers (Zirkulation) und an der vom Warmwasserspeicher am weitesten entfernten Stelle entnommen werden.

Wie häufig müssen die Untersuchungen durchgeführt werden?

Die Untersuchungen müssen alle drei Jahre durchgeführt werden.

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